Skip to main content

Spielfahrzeuge: Welches Fahrzeug ist zur Vorbereitung auf das Fahrradfahren am besten für dein Kind geeignet?

Welche Art von Fahrzeug am besten für dein Kind geeignet ist, hängt vom Alter und der individuellen Entwicklung deines Kindes ab. Prinzipiell kann dein Kind jedes Fahrzeug ausprobieren, bevor es Fahrradfahren lernt.

Dadurch, dass nicht alle Familien die nötigen finanziellen Mittel haben, dem Kind mehrere Fahrzeuge zu kaufen und oft auch nicht der Platz dazu da ist, möchten wir dir einen Überblick über die verschiedenen Arten und deren Vorteile und Nachteile geben.

Bunte Dreiraeder

Welche Arten von Kinderfahrzeugen gibt es und welches eignet sich am besten für dein Kind?

 

Grundsätzlich kann man zwischen vier verschiedenen Fahrzeugen unterscheiden:

  • Rutscher
  • Dreirad
  • Laufrad
  • Roller
Kinder sollten nicht zu früh mit dem Fahrradfahren beginnen. Als Vorbereitung darauf eignen sich Spielfahrzeuge wie Rutscher, Dreiräder, Roller oder ein Laufrad. Damit lernen Kinder am besten das Gleichgewicht zu halten, zu lenken, die Geschwindigkeit zu regulieren und auf andere im Straßenverkehr zu reagieren. Gleichzeitig wird dabei die Motorik verbessert.

Wird es gefährlich, können sie vom Roller leichter abspringen als von einem Fahrrad, beim Rutschauto oder beim Laufrad haben sie ohnehin Bodenkontakt mit den Beinen.

 

Rutschfahrzeuge

Ein Rutschfahrzeug ist ein Kinderfahrzeug, das schon ab dem ersten Lebensjahr geeignet ist und somit meist das erste Fahrzeug eines Kindes ist. Sobald Ihr Kind laufen kann, verspürt es einen erhöhten Drang seine Umwelt zu erforschen und neue Bewegungsabläufe zu erlernen. Diesem ausgeprägten Bedürfnis die motorischen Fähigkeiten auszubauen trägt ein Rutscher optimal Rechnung.

Der Rutscher wird im Sitzen angetrieben und besitzt vier Räder. Dadurch ist ein Umfallen faktisch unmöglich. Nur durch extreme Gewichtsverlagerungen des Kindes kann die Kippsicherheit eines Rutschfahrzeuges überwunden werden. Normalerweise sind Rutschfahrzeuge für den Innenraum entwickelt und konzipiert worden, sie können jedoch ohne Probleme auch im Außenbereich verwendet werden. Durch ihr sehr geringes Gewicht können sie auch problemlos bei Ausflügen mitgeführt werden.

Je nach Alter und Entwicklungsstand sollten Sie unterschiedliche Typen von Rutschern in Erwägung ziehen. Ungeübte Kinder werden eher mit sehr niedrigen Sitzpositionen zurechtkommen, da hier die unmittelbare Bodennähe zusätzliche Sicherheit beim Fahren vermittelt. Dieser Typus ist meistens mit einem Lenkrad ausgestattet und besitzt die Form eines klassischen Bobby-Cars.

Das berühmteste Rutschfahrzeug ist das BIG-Bobby-Car. Ein Bobby-Car ist ein Spielauto, welches explizit auf Kleinkinder ausgerichtet ist. Das klassische und weltberühmte Bobby-Car ist vierrädrig, rot lackiert und besteht aus Plastik.

Die etwas höhere Klasse der Rutschfahrzeuge weisen eine höhere Sitzposition und einen kleinen Lenker auf. Diese sind meist auch größer als die BIG-Bobby-Cars und für die ganz kleinen Kinder eventuell noch gar nicht geeignet. Jedoch ist hier der Umstieg zum Lauflernrad natürlich sehr viel einfacher als bei den niedrigen Rutschfahrzeugen.

 

Dreirad

Ein Dreirad ist üblicherweise ein Fahrzeug mit drei Rädern, welches für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr geeignet ist. Bei einem Kinderdreirad wird meist das einzelne Vorderrad sowohl gelenkt als auch mit Pedalen direkt, also ohne Kette angetrieben.

Auf dem Dreirad sind Kinder mit der Aufgabe des Tretens konfrontiert. Das ist neu und fordert den Kindern einiges ab. Das klappt meist nicht immer von Anfang an, aber da sollte den kleinen auch genügend Zeit gelassen werden. Mama oder Papa sollten bei den ersten Versuchen auf jeden Fall beratend dabei sein und im Notfall auch mal wieder auf die Beine helfen.

Ein großer Vorteil beim Dreirad ist, dass viele Kinderdreiräder hinten eine Haltestange für eine Begleitperson haben. Ein Elternteil kann dabei das Dreirad anschieben, die Richtung der Fahrt vorgeben und natürlich auch wieder anhalten.

Ein Dreirad mit Stange ist im Vergleich mit anderen Fahrzeugen eines der sichersten und kann von den Eltern kontrolliert gefahren werden. Bei einigen Modellen können die Kinder außerdem angeschnallt werden.

Es ist ein Fahrzeug mit einem geringen Unfallrisiko. Es werden keine hohen Geschwindigkeiten erreicht und die Eltern können immer mit Schritt halten.

 

Laufrad

Ein Laufrad ist frühestens ab dem zweiten Lebensjahr des Kindes geeignet. Im Gegensatz zu anderen Kinderfahrzeugen wie beispielsweise einem Dreirad oder einem Rutscher, bietet ein Laufrad eine einzigartige Möglichkeit dein Kind motorisch zu schulen, den Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeit zu verbessern.

Ein besserer Gleichgewichtssinn hilft deinem Kind nicht nur bei sportlichen Aktivitäten, sondern steigert auch ihre kognitive Leistungsfähigkeit. Das Laufrad gerade in der Spur zu halten, verlangt dem Kind auch eine Menge Übung und Konzentration ab. Außerdem erlernt dein Kind auf diese Art sich aus eigener Kraft schnell und sicher fortzubewegen. Das Kind trainiert außerdem die Wahrnehmung und Fähigkeit Geschwindigkeiten einzuschätzen.

Anders als beim Dreirad ist beim Laufrad mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten der Kleinen zu rechnen. Das heißt, dass du gerade beim Fahren im Straßenverkehr immer ein wachendes Auge auf dein Kind haben musst. Ein weiterer Unterschied ist die Balance. Während beim Dreirad gemütlich aufgesessen wird, ohne Angst zu haben umzukippen, muss beim Laufrad fahren, die Balance gehalten werden.

 

Roller

Ein Roller ist ein meist zweirädriges Kleinfahrzeug mit einem bodennahen Trittbrett, auf dem sich eine Person stehend fortbewegen kann. Er wird durch Abstoßen mit einem Bein angetrieben. Kinderroller sind nicht nur ein vergnügliches Spielzeug der Kleinen, sondern fördern auch das Gleichgewicht und die Motorik.

Als Käufer hat man die Wahl zwischen dem klassischen Kinderroller, auch Tretroller genannt, und dem Klapproller. Der klassische Roller hat zwei Reifen, die mit Luft befüllt sind, und eine Fußbremse am hinteren Rad. Bei einigen Exemplaren gibt es mitunter auch eine Handbremse. Da das Trittbrett sehr nahe am Boden ist, ist der klassische Kinderroller besonders für die Fahranfänger geeignet. Der Klapproller, den man auch oft Miniroller nennt, ist eher für größere Kinder und Jugendliche geeignet. Er besitzt sehr kleine Reifen und ist deshalb nicht so gut für rasantes Fahren geeignet. Für den Anfang sind immer die luftbereiften oder gar vierrädrigen Roller zu empfehlen, so können die Kinder das Fahren auf und mit dem Kinderroller einfacher erlernen.

Wenn du dich zwischen einem Roller und einem Laufrad nicht entscheiden kannst und dir nicht beide Fahrzeuge leisten kannst, beziehungsweise keinen Platz für zwei Fahrzeuge hast, gibt es Kombinationen zwischen einem Laufrad und einem Roller.

 

Welches Fahrzeug ist ab wann geeignet?

Die Faustregel „Rutscherauto ab einem Jahr, Dreirad und Laufrad ab zwei Jahren und Roller ab drei Jahren“ stimmt nur bedingt, da sich jedes Kind individuell entwickelt. Außerdem kommt es darauf an, wo dein Kind mit seinem Spielzeugauto hauptsächlich fahren wird.

Zusammengefasst sind Rutschfahrzeuge und Dreiräder eher für kleinere Kinder bis drei Jahre geeignet, wobei Laufräder und Roller eher für größere Kinder ab einem Alter von drei Jahren geeignet sind. Grundsätzlich solltest du abwarten, bis dein Kind Interesse für ein gewisses Fahrzeug entwickelt. Beim Kauf solltest du dein Kind mitentscheiden lassen, dann hat es auch mehr Spaß am Fahrlernen.

 

Welches Fahrzeug ist wo am besten geeignet?

Für die ersten Versuche auf dem neuen Rutschauto genügt deinem Kind noch ein langer freier Gang oder eine andere größere Fläche in der Wohnung. Für größere und schnellere Gefährte wie Dreiräder, Roller oder Laufräder ist dagegen Platz im Freien erforderlich.

Für die ersten Fahrversuche eignet sich ein abgegrenzter Spielbereich im Hof oder im Garten am besten. Gefährlich für dein Kind ist vor allem der Straßenverkehr. Aber auch abschüssiges Gelände ist unfallträchtig, denn zwei- oder dreijährige Dreirad- oder Laufradfahrer sind noch damit überfordert, gleichzeitig zu lenken und zu bremsen.

Lass dein Kind nie ohne Aufsicht fahren. Nicht einmal bei einem Fünf- oder Sechsjährigen können Sie sich 100-prozentig darauf verlassen, dass es in der autofreien Zone oder auf dem Gehsteig bleibt, wenn auf der anderen Straßenseite ein Freund vorbeikommt. Bei größeren und zuverlässigen Kindern genügt häufig schon ein Kontrollblick aus dem Fenster.


Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!